DDB BerliCon V 2008

System & Regeln

Anmerkung: Das Scoring-System regelt die Punktevergabe am Ende einer Partie. Das Ranking-System regelt, wie die Partie-Ergebnisse ins Turnier-Ranking einfließen.

Alle Partien enden bei einem Solo oder spätestens nach dem Herbst 1908 mit Draw (das heißt, der derzeitige Stand der VZ entscheidet über die Punktevergabe).
Frühjahr: 16min, Herbst: 14min, Uhr läuft bei den Auswertungen weiter, 4 Stunden pro Partie.

Scoring-System: BerliCon 007

Dieses System wurde für die BerliCon 007 im letzten Jahr entwickelt.

A) Solo 1908 oder früher
70 Punkte für den Sieger, alle anderen 0 Punkte.

B) Kein Solo bis 1908
Es zählt die VZ-Verteilung bei Spiel-Ende.
Platzierungspunkte für die besten Drei einer Partie: 31 / 15 / 7, dazu für jeden Spieler 1 Punkt pro VZ und 0,1 Punkte pro Jahr, das er/sie überlebt hat.

Beispiel:
Le Chiffre gewinnt mit 10 VZ und erhält 31 + 10 + 0,8 = 41,8 Punkte.
Moneypenny wird Vierte mit 4 VZ und erhält 0 + 4 + 0,8 = 4,8 Punkte.
Vesper Lynd wird 1906 eliminiert (in einem Fahrstuhl ertränkt?) und erhält 0 + 0 + 0,6 = 0,6 Punkte.

C) Punktgleichstand
Bei geteilten Plätzen werden die Platzierungspunkte für die belegten Plätze geteilt (zwei Erste teilen sich die Punkte für Platz 1 und 2 etc.).

D) Draws
Draws vor 1908 sind erlaubt, alle Überlebenden müssen zustimmen. Geheime Abstimmung durch die Turnierleitung, die Zahl der Ja- und Nein-Stimmen wird nicht veröffentlicht.
Es zählt immer der Stand nach der letzten vollendeten Herbstauswertung. Es ist möglich, vor den Auf- und Abbauten einen Draw einzuberufen.
Lehnt jemand einen Draw öffentlich ab ("Veto") oder zeigt, wie er abstimmt, gilt der Drawvorschlag automatisch als gescheitert.
Es kann maximal einmal pro Frühjahrs- bzw. Herbstphase ein Draw vorgeschlagen werden.

E) Tipp
Es ist am wichtigsten, eine der vorderen 3 Positionen zu belegen, möglichst sogar Erster der Partie zu werden. Darüber hinaus kommt es darauf an, zum Ende hin möglichst viele VZ einzusammeln.
Es bringt keine Vorteile, andere Spieler zu eliminieren oder eine Balance zwischen den Verfolgern herzustellen.
Davon abgesehen sollte man versuchen, so lange wie möglich zu überleben.

Ranking-System

Alle Partien gehen zu 100% in das Turnier-Ranking ein.
Wer eine Runde aussetzt, bekommt dafür keine Bonuspunkte. Ausnahme: Wenn jemand nach Schließung der Anmeldung verzichtet, damit die Zahl der Spieler aufgeht, erhält er 100/7 Punkte (gerundet auf 14,29) für diese Runde.
Es gibt kein Top-Board. Gelost wird mit einer Diplomacy-Turnier-Software.
Der Spieler mit den meisten Punkten nach Runde 3 ist Sieger der BerliCon und damit Deutscher Meister.

Team-Runde

Teams haben 3 Spieler. Ausnahmsweise können auch 2er-Teams zugelassen werden.
Für das Team-Ergebnis zählt einfach die Summe der Punkte, die alle Team-Mitglieder in der Team-Runde am Samstag morgen erspielen.
Bei Gleichstand gewinnt das Team, das die höhere(n) Platzierung(en) in ihren Partien belegt hat (es wird zuerst geschaut, wer die meisten ersten Plätze hatte, dann wer die meisten zweifach geteilten ersten Plätze hatte etc.). Danach entscheidet ein Münzwurf.

Regeln

Es gelten die Diplomacy-Standard-Regeln, die gedruckt ausliegen, ergänzt von den Turnierregeln der BerliCon. Diese sehen keine besonderen Regeländerungen vor, die man wissen müsste, sondern eher Konvoi-Paradoxi (die eh nie vorkommen) und solche Dinge wie "was wenn man die Handschrift nicht lesen kann". Guter Rat an alle: Deutlich schreiben.

Der Turnierdirektor und von ihm bestimmte Hilfsdirektoren bilden die Turnierleitung. In Streitfällen entscheidet die Turnierleitung. Diplomacy ist manchmal hart. Doch hochgehalten werden auf der BerliCon sportliches Verhalten und Respekt gegenüber Turnierleitung und Mitspielern. Verletzung der Persönlichkeitsrechte, Beleidigungen und Handgreiflichkeiten werden nicht akzeptiert.

Da der Deutsche Meister ausgespielt wird, geht die Turnierleitung strikt nach den Regeln vor und kann keine Ausnahmen zulassen. Anfänger bekommen gern eine Einweisung vor der ersten Partie. Die Spieler können sich einvernehmlich (!) einigen, einem Anfänger einen Anfängerfehler durchgehen zu lassen oder einen Streitfall selber zu schlichten. Die Turnierleitung hat jedoch das Recht, das zu überstimmen, und sie verpflichtet sich sogar dazu, sollte jemand gegen eine von den Spielern angestrebte Einigung auf den Widerspruch eines Spielers stoßen.

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